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28.04.2011
KOMMUNALES WAHLRECHT RÜCKT NÄHER!

02.02.2010
Presseerklärung des TGMN-Sprechers zum Schweizer Volksentscheid für das Minarettverbot:

30.11.2009
Offener Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer

28.07.2009
İsmail Ertuğ aus Amberg zum Europaabgeordneten gewählt!

01.06.2009
TGMN auf der Weltkonferenz der Vereinten Nationen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

31.05.2009
Nürnberger Nachrichten: "Angst vor dem Rassismus wächst. Die Türken beklagen wachsende Fremdenfeindlichkeit"

10.12.2008
Presseerklärung des Sprechers der Türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (TGMN) vom 25.11.2008

27.11.2008
Özdemirs Wahl zum Parteivorsitzenden verpflichtet die Grünen zu einem konsequenten Handeln in der Einbürgerungspolitik!

06.10.2008
Migranten zeigen Deutschland die rote Karte!

05.10.2008
Null-Toleranz gegen Diskriminierung!

10.06.2008
Schwerer Dämpfer für die Einbürgerungspolitik der Bundesregierung!

15.07.2008
Landtagswahlen vom 28. September 2008 werfen schon ihre Schatten voraus

07.06.2008
Das türkische Verfassungsgericht hat die Briefwahl für die im Ausland lebenden türkischen Staatsbürger verboten

12.12.2007
Die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (TGMN) stellte sich der Öffentlichkeit vor.

24.05.2008
19. Mai - Gedenktag für Atatürk und Jugend- und Sportfest

01.05.2008
Das Internationale Kinderfest "23 Nisan" (23. April) wurde in mehreren Städten der Metropolregion Nürnberg begeistert gefeiert.

11.12.2007
Gedenkveranstaltung zum 15. Jahrestag der rassistischen Mordanschläge von MÖLLN

25.10.2007
ABSAGE AN DEN TERROR!

07.10.2007
Endlich Gesetzesinitiativen zum Kommunalwahlrecht von Ausländern

19.10.2007
Wir gratulieren Arif Taşdelen zu seiner Wahl in den ver.di-Gewerkschaftsrat

23.09.2007
Wir gratulieren Yasemin!

19.10.2007
Prof. Dr. Mustafa Said Yazıcıoğlu wurde zum Staatsminister für Auslandstürken ernannt

06.10.2007
Änderungen des Zuwanderungsgesetzes – Hindernisse für die Integration der Ausländer?

Nachrichten
Özdemirs Wahl zum Parteivorsitzenden verpflichtet die Grünen zu einem konsequenten Handeln in der Einbürgerungspolitik!

Die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (TGMN) begrüsst die Walh Cem Özdemir's zum Vorsitzenden der B'90/Grünen und setzt in diese Wahl zugleich hohe Erwartungen. Sie schließt sich in dieser Hinsicht der Bewertung des Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Hakki Keskin in dessen Presseerklärung vom 17.11.2008 an, die im folgenden abgedruckt wird:

Die Wahl des türkischstämmigen Cem Özdemir zum Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen ist ein Meilenstein in der Migrationsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Der Sohn türkischer Einwanderer konnte diesen politischen Weg jedoch nur beschreiten, weil er deutscher Staatsbürger ist und somit über alle Rechte verfügt, die ihm gesellschaftliche und vor allem politische Partizipation ermöglichen. Die erfreuliche Entwicklung im Falle Cem Özdemirs sollte uns aber nicht über die ganz und gar nicht erfreuliche bundesdeutsche Realität hinwegtäuschen. 

In Deutschland leben ca. 7 Millionen Menschen mit dem Status eines "Ausländers". Diese Menschen sind, obwohl sie zum Teil schon seit Jahrzehnten hier leben oder in Deutschland geboren worden sind, von jeglicher politischer Partizipation ausgeschlossen. 

Noch heute besitzen viele ehemalige ArbeitsmigrantInnen und deren Nachkommen nur eingeschränkte Bürgerrechte und dürfen ohne die deutsche Staatsbürgerschaft weder an kommunalen, noch an Landtags- oder Bundestagswahlen aktiv oder passiv teilnehmen. Ihnen wird somit das Recht auf politische und gesellschaftliche Mitsprache systematisch vorenthalten. Dieser Zustand ist in einem demokratisch verfassten und von kulturellem Austausch geprägten Land wie Deutschland nicht zu akzeptieren! 

MigrantInnen, die sich für den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft entscheiden, sind auch nach der Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000, an der die Grünen maßgeblich mitbeteiligt waren, mit erheblichen Hürden konfrontiert. Bestimmungen, wie die Optionspflicht, die eine Entscheidung für eine Staatsangehörigkeit nach Erreichen der Volljährigkeit erzwingt; maßlos komplizierte Einbürgerungstests, die insbesondere für die erste Einwanderergeneration, die in Deutschland keine Schulen besucht haben, eine Zumutung darstellen; sowie die Ablehnung von Doppel- oder Mehrstaatigkeit, erschweren in Deutschland die Einbürgerung von Menschen mit Migrationshintergrund. 

Um eine breite politische Partizipation der MigrantInnen in diesem Land gewährleisten zu können, ist der vereinfachte Erwerb der Staatsbürgerschaft vor allem durch Tolerierung der Beibehaltung der alten Staatsbürgerschaft notwendig. 

In diesem Sinne kommt auf Cem Özdemir als neuen Parteivorsitzenden eine wichtige Aufgabe zu: glaubwürdiges Engagement für eine erleichterte Staatsbürgerschaft, bei der insbesondere auch die erste Generation der Migrantinnen und Migranten berücksichtigt wird!